Holistisches-Gesundheitskonzept

10 Tipps und Mittel gegen die Winterdepression

Was hilft gegen Winterdepression? Es gibt so einige Tipps und Mittel gegen Winterdepression zu lesen, auch im Internet. Doch hin und wieder wird der Ernst der Sache nicht richtig verstanden. Lachen Sie mal wieder, ziehen Sie sich helle Kleidung an, Essen Sie viel Schokolade, ohje. Wir haben versucht, die wirklich wichtigen Aspekte herauszufiltern, die als Mittel gegen Winterdepression in Frage kommen. Neben den besonders wichtigen und in Fachkreisen anerkannten Verhaltensweisen und Ratschläge sind auch einige weitere Mittel gegen die Winterdepression dabei, die von Betroffenen selbst stammen. Suchen Sie möglichst die für sich besten Ratschläge heraus. Aber nicht alles auf einmal. Eine Winterdepression oder auch eine normale Depression wird in ganz kleinen Schritten angegangen. Jede Woche einen Punkt ausprobieren, das ist ein guter Anfang.

Tipps und Mittel gegen Winterdepression im Überblick

  • Lichttherapie Lampe gegen Winterdepression, weil es wirkt (sehr wichtig)
  • Antidepressiva, wenn es sein muß auch das (sehr wichtig)
  • Struktur in den Tag bringen, das gehört zu jeder Art von Depression
  • Die Winterdepression als Krankheit akzeptieren, und keine Selbstvorwürfe machen (sehr wichtig)
  • Kein Alkohol, das kann die Symptome verschlimmern
  • Das Aufstehen so angenehm wie möglich gestalten, weil der Start in den Tag besonders schwer ist
  • Nicht zuviel traurige Musik, auch wenn es schön zur Stimmung paßt
  • Spaziergang, um Licht und Luft zu tanken (sehr wichtig)
  • Belohnung am Abend, damit man etwas hat, worauf man sich freuen kann
  • Richtige Ernährung, weil der Körper sonst keine Energie hat
  • Nicht überfordern, denn die Leistungsfähigkeit ist tatsächlich herabgesetzt
  • Ärztlichen Rat hinzuziehen, wenn es zu heftig wird (sehr wichtig)
  • Bücher über das Thema lesen, weil es hilft, das Thema noch besser zu verstehen
  • Mal richtig ausheulen, weil es einem danach oft besser geht
  • Dem Partner Freiraum geben, denn auch er hat unter der Winterdepression zu leiden

1. Lichttherapie Lampe gegen Winterdepression, weil es wirkt

Die Lichttherapie Lampe ist die bewährteste Behandlungsmöglichkeit bei einer Winterdepression. Das Mittel erster Wahl. Die Wirkung des sehr hellen Lichtes ist nicht vergleichbar mit herkömmlichen Glühbirnen oder anderen Lichtquellen, die in der Wohnung vorzufinden sind. Medizinisch wirksame Lichttherapie Lampen mit 10.000 Lux Lichtintensität gibt es ab ca. 150 Euro. Informationen zur Lichttherapie Lampe, und wie diese angewendet wird, finden Sie hier: Lichttherapie Lampe

2. Antidepressiva, wenn es sein muß auch das

Je nach Schwere und Leidensdruck kann es durchaus sinnvoll sein, Antidepressiva einzunehmen. Dieser Schritt erfolgt in Absprache mit einem spezialisierten Experten. Der Hausarzt ist hier zwar erste Kontaktperson, aber nicht unbedingt die beste Adresse für die Verschreibung der Medikamente. Die Diagnose sollte von einem Psychiater gestellt werden, der unter anderem auch eine bipolare Störung (manisch-depressiv) ausschließen oder andere medizinische Aspekte in Zusammenhang mit einer Winterdepression besser beurteilen kann. Antidepressiva nie selbst verschreiben, nie selbst in der Dosis anpassen, und vor allem nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt schlagartig absetzen. Antidepressiva machen nicht abhängig, und verdrehen auch nichts im Kopf. Einige Menschen haben hier diverse Vorurteile, das sollte nicht sein. Bei Bedenken in dieser Richtung sollte dem Arzt das mitgeteilt werden.

3. Struktur in den Tag bringen, das gehört zu jeder Art von Depression

Die Tagesstruktur kann bei einer Winterdepression ziemlich durcheinander geraten. Aber gerade eine geordnete Tagesstruktur ist besonders wichtig. Wann wird was erledigt (Aufgaben), wann ist es Zeit für Entspannung (Belohnung). In eine Tagesstruktur gehören auch unangenehme Aufgaben, wie der Besuch bei Freunden, oder der Spaziergang an der frischen Luft zu einer bestimmten Uhrzeit. Bewährt haben sich Stundenpläne, wie sie auch bei Schülern eingesetzt werden. 7:00-8:00 Frühstücken, 14:00-15:00 Mittagessen kochen, 19:00-20:00 Buch lesen (Belohnung). Die Tagesstruktur gibt Halt, ist aber tatsächlich nicht immer ganz einfach einzuhalten.

4. Die Winterdepression als Krankheit akzeptieren, und keine Selbstvorwürfe machen

Die Winterdepression ist keine einfache Verstimmung. Die Winterdepression ist eine echte Krankheit, die auch von der World Health Organization beschrieben wurde und im ICD als Krankheitsbild vorkommt; eine Art Katalog der anerkannten Krankheiten. Mit der Winterdepression kommen Antriebslosigkeit (keine Lust), Energielosigkeit (die Kraft fehlt), negative Gedanken (alles sinnlos) und so Einges mehr daher. Wichtig ist jetzt zu akzeptieren, dass diese Verstimmungen und vor allem die Kraftlosigkeit keine persönlichen Charakterschwächen sind. Es ist nicht angebracht, sich in dieser Situation mit Selbstvorwürfen zusätzlich zu zerfleischen. Akzeptieren sie, dass die Winterdepression eine Stoffwechselkrankheit ist, für die Sie nichts können. Dazu gehören auch immer wieder Rückschläge, auch das ist keine persönliches Versagen.

5. Kein Alkohol, das kann die Symptome verschlimmern

Alkohol ist eine unterschätzte Gefahr, mit oder ohne Krankheit. Insbesondere bei Depressionen können Betroffene hier ein zusätzliches Problem bekommen. Oft werden Verstimmungen mit Alkohol verdrängt. Irgendwann geht das nicht mehr. Wenn der Alkohol dann ganz weg bleibt, zum Beispiel dann, wenn die Gefahr einer Sucht besteht, können die Depressionen um so heftiger durchschlagen. Ohne Betäubung sieht die Welt jetzt noch düsterer aus. Die Kombination Alkohol und Winterdepression ist sehr gefährlich. Wenn Sie hier Probleme bei sich sehen, gehen Sie unbedingt zu einem Arzt. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen.

6. Das Aufstehen so angenehm wie möglich gestalten, weil der Start in den Tag besonders schwer ist

Bei der Winterdepression ist der Morgen häufig ein ganz besonders schwieriger Moment. Direkt nach dem Aufstehen können sehr starke Antriebsstörungen und Verstimmungen auftreten. Einige festgelegte Rituale und ein angenehmes Drumherum können hier Abhilfe schaffen. Musik beim Duschen einschalten (Kleines Radio im Bad). Sehr helle Beleuchtung im Bad installieren. Zeitung am Morgen lesen, wenn es sein muß auch die Bildzeitung. Besonders leckere Sachen zum Frühstück besorgen. Frühstücksfernsehen einschalten, wenn es hilft. Einen Lichtwecker kaufen, der langsam heller wird und nicht mit einem grausamen fieeep fieeep zum Aufstehen ruft.

7. Nicht zuviel traurige Musik, auch wenn es schön zur Stimmung paßt

Zur Winterdepression paßt traurige Musik (nicht) sehr gut. Die traurige Musik fühlt sich so an, als ob man verstanden wird. Ja, so geht es mir, die wissen, von was sie singen. Eine melancholische Melodie beschreibt einfach sehr gut die innere, aktuell traurige Verfassung. Wichtig ist, dass diese trübsinnige Stimmungsmusik nicht überhand nimmt. Die Spirale der Traurigkeit kann durch melancholische Musik weiter verstärkt werden. Der Tipp lautet: Bitte nicht übertreiben und den ganzen Tag mit solcher Musik noch mehr Traurigkeit ins Leben bringen.

8. Spaziergang, um Licht und Luft zu tanken

Der Spaziergang zwischen 30 Minuten und einer Stunde ist einer der am häufigsten genannten Ratschläge bei der Winterdepressionen. Positiv hierbei sind: Die Bewegung, die zur körperlichen Aktivierung führt. Die Sinneseindrücke wie Bäume, Tiere, Menschen, Autos und einfach alles, was irgendwie das Gedankenkarussell im Kopf ablenkt. Besondere Aufmerksamkeit bei Winterdepression wird dem Licht gewidmet, denn auch an trüben Tagen im Herbst und Winter herrschen im Freien noch so gute Lichtverhältnisse, die durch die normale Beleuchtung in der Wohnung nicht annähernd erreicht werden. Der Gang ins Freie ist also ein Muß bei einer Winterdepression, egal bei welchem Wetter, auch bei Regen. Täglich und ohne Ausnahme.

9. Belohnung am Abend, damit man etwas hat, worauf man sich freuen kann

Mit einer Winterdepression fehlt oft auch die Freude im Leben, teilweise gibt es gar nichts mehr, was Freude bereitet. Es ist sehr wichtig, etwas zu finden, was wenigstens ein wenig Freude bereitet. Ein Buch lesen, ein Spiel auf der XBOX spielen, einen neuen “Fummel” kaufen, das kann sehr individuell sein. Wichtig ist dabei, dass die Sache oder Aktion, die Freude bereiten soll, schon vorher bekannt ist, und entweder auf dem Tagesplan steht, oder besser noch auf einem Zettel notiert wird, der den ganzen Tag in der Hosentasche getragen wird. Bei Kontakt mit der Hand zum Zettel werden die Gedanken dann auf die “geplante kleine Freude” am Abend gelenkt. Der Effekt ist ähnlch wie die Vorfreude bei einem im Voraus geplanten Urlaub. Wichtig ist zudem, dass man sich die Freude auch gönnt, und sich selbst sagt: So, jetzt ist “Spaß” angesagt, das ist der Teil vom Tag, der nur für mich ist.

10. Richtige Ernährung, weil der Körper sonst keine Energie hat

Die Ernährung ist die Grundlage für physische Kraft des Körpers. Bei der Winterdepression leiden sowohl die Lust auf jegliche Form von Aktivität (psychisch), wie auch die tatsächliche Energie (physisch). Das eine passiert im Kopf (Lustlosigkeit), das andere passiert im Körper (Kraftlosigkeit, keine Energie, schnelle Ermüdung). Es ist hier also die Energie gemeint, die uns der Körper zur Verfügung stellt. Salopp gesagt: Wie das Benzin im Auto. Mit Dosensuppe und Fertigpizza im Tank läuft der Motor nicht optimal. Während der Winterdepression einen komplett neuen und ausgewogenen Gesundheitsplan aufzustellen, und auch einzuhalten, ist zu fordernd. Aber ein Blick auf die aktuelle und gewohnte Ernährung sollte gerichtet werden. Hier mal etwas Obst einstreuen, Gemüse, und Freitags vielleicht Fisch. Mal einen Nur-Salat-Tag mit Thunfisch oder Mozarella einrichten. Von allem etwas eben, und ausgewogen. Da gehören auch Chips und Haribo dazu, aber in Maßen. Der Tipp, viel Schokolade zu essen, weil Serotonin in der Schokolade enthalten ist, ist dagegen Unsinn. Die Mengen sind zu gering, um tatsächlich eine Wirkung zeigen zu können. Etwas bestimmtes in rauhen Mengen zu essen, um die Winterdepression zu vertreiben, das geht leider nicht. Etwas an den vielleicht nicht optimalen Essgewohnheiten zu verbessern ist dagegen ein erster guter Schritt.

11. Nicht überfordern, denn die Leistungsfähigkeit ist tatsächlich herabgesetzt

Die Leistungsfähigkeit ist heruntergesetzt. Dinge, die im Sommer ohne Probleme zu bewältigen sind, können im Herbst oder Winter zu ungeahnten Herausforderungen heranwachsen. Gestehen Sie sich ein, dass momentan nicht soviel möglich ist. Beachten Sie den Tipp zur Ernährung, damit es der Körper nicht noch schwerer hat, als es ohnehin schon ist. Die geringere Leistungsfähigkeit gehört also auch zur Winterdepression, ist Teil der Krankheit, und kein Grund für Selbstvorwürfe.

12. Ärztlichen Rat hinzuziehen, wenn es zu heftig wird

Sofern Sie an einem eher milderen Winterblues leiden und nicht an einer Winterdepression, ist der Gang zum Arzt nicht unbedingt notwendig. Sobald die Auswirkungen der Winterdepression jedoch zu starke Einschnitte und Belastungen in das Leben bringen, ist der Gang zum Arzt unbedingt angebracht. Wenn Probleme bei der Arbeit auftreten, das Aufstehen am Morgen so schwer ist, dass Sie häufiger zu spät kommen, Beziehungsprobleme auftreten, die zum Beispiel wegen erhöhter Reizbarkeit verursacht werden… wenn die Lebensumstände sich in eine Richtung entwickeln, die zu ernsthaften Problemen ausufern könnten, dann ein Gang zum Arzt unbedingt angeraten.

13. Bücher über das Thema lesen, weil es hilft, das Thema noch besser zu verstehen

Lesen Sie Bücher zum Thema Winterdepression und oder Lichttherapie. Das sorgt für mehr Verständnis über die Krankheit. Meist wird auch von den Erfahrungen ander Menschen mit Winterdepressionen berichtet. Das hilft oft, um zu erkennen, dass Sie mit dem Problem nicht allein auf der Welt sind. Wenn Sie in einer Partnerschaft leben, wird wahrscheinlich auch der Partner einen Blick in das Buch werfen, und Ihre Situation besser verstehen können. Aber fordern Sie Ihren Partner nicht auf, das Buch sofort von vorne bis hinten durchzulesen. Wenn es auf Ihrem Nachttisch liegt, wird er wahrscheinlich auch schon mal heimlich einen Blick hineinwerfen wollen.

14. Mal richtig ausheulen, weil es einem danach oft besser geht

Es gibt Momente, da brechen die unangenehmen Gefühle über einen nur noch so herein. Häufig kommt das bei Menschen mit Winterdepression am frühen Morgen vor, aber auch am Abend kann es passieren. Weinen, insbesondere bei Männern, ist nicht sehr populär, und wird blödsinnigerweise auch schon mal als Zeichen der Schwäche verstanden. Dabei hat das Weinen einen positiven Effekt auf das Befinden, die Gefühle müssen raus. Deswegen sollten Weinkrämpfe keinesfalls unterdrückt werden.

15. Dem Partner Freiraum geben, denn auch er hat unter der Winterdepression zu leiden

Durch die Winterdepression kommt es mitunter zu einer erhöhten Reizbarkeit. Das kann zu häufigeren Streitsituationen führen, die für beide Teile einer Partnerschaft belastend sind. Aber auch nur sehen zu müssen, wie der Lebenspartner unter einer Winterdepression leidet, kann für den nicht betroffenen Partner belastend sein. Hier geht es um den Lebenspartner, der nicht an einer Winterdepression leidet. Sorgen Sie dafür, dass auch ihr Lebenspartner einmal eine Pause bekommt, um neue Energie zu tanken: Schicken Sie ihn weg zum Männerabend oder Frauenabend. Also die Frau schickt ihren Mann zum Männerabend, nicht zum Frauenabend. Es geht nicht um sexualle Freiräume. Reden Sie offen mit Ihrem Partner darüber, und erklären Sie die Situation, weshalb Sie möchten, dass auch er ohne schlechtes Gewissen “Ausgang” bekommt.
Möglicherweise kann es auch für Sie auch schön sein, den nicht von der Winterdepression betroffenen Partner einmal zu verwöhnen. Zum Beispiel mit einer Massage, einem schön vorbereiteten Bad mit Schaum und Kerzen, je nachdem, was für Sie machbar ist.

Mittel gegen Winterdepression, zum Abschluß

Bitte denken Sie daran: Nicht alles auf einmal. Schritt für Schritt. Jeder Tipp, den Sie regelmäßig anwenden, kann sich zu einem kleinen Ritual in Ihrem Leben verfestigen. Spaziergang, besonderes Frühstück, Musik nach dem Aufstehen etc.. Solche kleinen Rituale können das Leben stark bereichern und sehr hilfreich bei der Linderung einer Winterdepressionen sein.

Quelle:http://lichttherapie-lampe.com/mittel-gegen-winterdepression.html

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